Städtepartnerschaft

Zweimal nebenan und doch mittendrin

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Dass die Stadtverwaltungen zweier Städte beschließen, sich partnerschaftlich aufeinander zuzubewegen, wenn sie Gemeinsamkeiten entdecken, über die sie sich austauschen und die sie miteinander fortentwickeln wollen, ist das eine. Noch dazu wenn sie in unmittelbarer Nachbarschaft weltberühmter Metropolen liegen und einander an Zahl und Pracht weltkulturell vererbter Gesamtkunstwerke in nichts nachstehen. Städte, die ebenso nebenan wie mittendrin liegen und ganz offensichtlich viel gemeinsam haben. Ein partnerschaftliches Verhalten, das in erster Linie politisch ist.

Etwas grundsätzlich anderes ist es, wenn die Bürger zweier Städte Gemeinsamkeiten entdecken und pflegen. Wenn sie sich für die Sprache, die Kultur und die Geschichte des jeweils anderen interessieren, wenn sie sich für den anderen interessieren. Partnerschaftliches dieser Art ist etwas Persönliches, etwas Freundschaftliches.

Da keine Städtepartnerschaft von Wert und Dauer ist, die nicht von ihren Bürgern getragen wird, von deren Bereitschaft, sich wechselseitig zu besuchen, sich miteinander auszutauschen und voneinander zu lernen, werden auch Potsdam und Versailles nur dann partnerschaftlich und freundschaftlich miteinander verbunden sein, wenn es gelingt, die Menschen beider Städte füreinander zu begeistern.

Mit dem von den Bürgermeistern beider Städte am 28. September 2013 in Versailles unterzeichneten Freundschaftsvertrag ist eine Brücke zwischen Potsdam und Versailles entstanden, über die nunmehr die Menschen beider Städte gehen sollen. Auf die Existenz dieser Brücke hinzuweisen und dafür zu sorgen, dass sie möglichst häufig und möglichst von beiden Seiten benutzt wird, ist das Anliegen des Freundeskreises Potsdam-Versailles. Und genau das meinen wir nicht politisch, sondern sehr persönlich.