Zum „Deutsch- Französischen Tag“ in Versailles

Auch dieses Jahr nahmen Mitglieder des „Freundeskreises“ den in Versailles alljährlich stattfindenden „Deutsch-Französischen Tag“ zum Anlass für einen Besuch in unserer Partnerstadt. Die Vorsitzende Jutta Michelsen und Wilhelm Neufeldt machten sich am Samstag, den 21. Januar auf den Weg.

Neu war dieses Mal der Empfang durch die Freunde von der „Association Jumelage Versailles-Potsdam“ (AJVP, mit fast 70 Mitgliedern!), unserem Partnerverein. Madeleine Schméder, Claude Le Bouar und Benoît de Chamisso, die wir letztes Jahr im Juni bereits in Potsdam begrüßen konnten, holten uns in Orly ab und brachten uns bei Maryse Gaubert und Eric und Martine Liboz, weiteren Mitgliedern, unter. Die herzliche Gastfreundschaft und die Offenheit, die uns entgegengebracht wurden, waren wieder einmal überwältigend. Gleich im Anschluss tauschten wir uns mit Vereinsmitgliedern über die nächsten Vorhaben und Termine aus.

Am Abend fand bei Philippe und Martine ein sehr angenehmes Dîner (mit 12 Personen) statt – es gab viel Champagner, „Choucroute alsacienne“, Riesling, … und die deutsch-französische Freundschaft lebte eins ums andere Mal hoch…

Der Sonntag (22. Januar) war ein ausgefüllter Arbeitstag. Bei Sonne, aber klirrendem Frost waren wir bis 13 Uhr am Stand der AssoJVP auf dem Markt präsent. Claude hatte einen „Glühwein“ gebraut, der viel Zuspruch fand. Ergänzt wurde das Angebot an deutschen Köstlichkeiten durch „KIEZ“, junge Leute, die Curry-Wurst, Weißwurst, Brezel und Apfelstrudel sowie Bier anboten. Wir führten den ganzen Vormittag Gespräche mit den zahlreichen hochinteressierten Besuchern – die tiefgefrorenen Füße spürte man schon nicht mehr… Gegen 11 beehrte uns M. de Mazières, Bürgermeister, zusammen mit Christine, seiner Frau, und blieb nicht nur zum obligaten Fototermin. Am Sonntagvormittag sind auch viele junge Familien mit vielen kleinen Kindern unterwegs – typisch für Versailles, sagte man uns – und wir wurden von etlichen deutsch-französischen Familien angesprochen.

Nach dem Mittagessen hielten wir um 15 Uhr in einer nagelneu eingerichteten Mehrzweckhalle („La Rotonde“ in der rue Royale) unseren Vortrag zum Thema: Potsdam – hier et aujourd’hui. Der Saal war mit ca. 70 Zuhörern gut gefüllt, auch M. de Mazières, der uns zu Beginn offiziell begrüßte, gab uns die Ehre seiner Anwesenheit. Unsere Präsentation kam gut an, das Erstaunen und die Bewunderung für das Museum Barberini und seinen Stifter waren groß (M.de Mazières fragte vorsichtig an, ob Hasso Plattner vielleicht auch in Versailles… ein bisschen…investieren könnte?) und anschließend wurden noch viele interessierte Fragen gestellt.

Am Abend wurde in einem Programmkino (ähnlich dem Potsdamer Thalia) der UFA- Film „Der Blaue Engel“ mit Marlene Dietrich und Emil Jannings (1930) gezeigt (OmU). Ein von den Franzosen sehr geschätzter Klassiker. Leider war danach keine Zeit mehr, sich darüber zu unterhalten.

Am Montagmorgen blieb noch ein wenig Zeit, um mit Florence Mellor dies und jenes zu bereden. Das Einstein-Gymnasium und das Bertha-von-Suttner haben nun offizielle Partnerschulen in Versailles. Florence will sich außerdem um Teilnehmer für den Schlösserlauf kümmern. Benoît de Chamisso brachte uns anschließend nach Orly, so dass wir nachmittags zuhause waren.

Fazit: auf beiden Seiten gibt es große Offenheit und Bereitschaft, Anregungen und Vorschläge anzunehmen.  Wir haben aus Versailles vor allem die Idee mitgebracht, den „Deutsch-Französischen Tag“ am 22. Januar in aller Stadtöffentlichkeit zu begehen. Wir haben jetzt ein Jahr Zeit, daran zu arbeiten.
Und – jede Begegnung, jedes Treffen mit unseren französischen Freunden ist eine wunderbare Bereicherung!

(Aus dem Arbeitsbericht von Jutta Michelsen)

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Ein Kommentar zu Zum „Deutsch- Französischen Tag“ in Versailles

  1. Alex Kubein sagt:

    Sehr schöner Bericht! Danke!

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